Kein Numerus Clausus

Landratssitzung vom 5. Mai 2011 - Keine Zulassungsbeschränkungen für Studierende aus dem Ausland an der Universität Basel

An der letzten Landratssitzung wurde das Begehren der SVP deutlich abgelehnt, Zulassungsbeschränkungen (nur) für ausländische Studierende einzuführen. Mit folgenden Argumenten habe ich im Namen der SP gegen das Postulat votiert: Wir sind nicht grundsätzliche gegen den Numerus clausus. Aus Kapazitätsgründen gibt es ihn an unserer Universität in den Fächern Medizin und Sport. Die Uni Basel gehöt - spätestens seit der Bologna-Reform - zum europäischen Bildungsraum. Im Unterschied zum angelsächsischen System können in Europa die angehenden Studierenden die Uni frei wählen. Sie unterliegen allenfalls einer strengen Selektion am Anfang des Studium - was ich durchaus begrüsse - dies gilt aber für alle. Es geht nicht an, eine spezielle Studierenden-Gruppe zu diskriminieren. Wir sind für Gleichbehandlung aller Studierenden - übrigens auch in Bezug auf die Studiengebühren. Für das Renommé der Uni soll die Qualität der Studierenden zählen und nicht deren Pass.

Auch befürchte ich eine Retourkutsche für die Schweizer Studenten im Ausland. Von Regierungsseite wurde betont, dass der Zustrom von Studierenden aus dem Ausland moderat sei und sogar willkommen: nach dem Abschluss bleiben diese häufig bei uns und besetzen die hochqualifizierten Stellen - nicht zuletzt weil es dafür zu wenig Schweizer Anwärter gibt.


Marc Joset, Landrat

13.05.2011

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